Stiftung Kloster Unser Lieben Frauen
Stiftung Kloster Unser Lieben Frauen

Stiftung Kloster Unser Lieben Frauen

Historische Entwicklung der Stiftung Kloster Unser Lieben Frauen

In der Stadt Magdeburg bestand seit 1015 ein Kloster, das Kloster Unser Lieben Frauen.
1698 entstand eine Klosterschule, die 1718 den Namen Pädagogium zum Kloster Unser Lieben Frauen erhielt. Nach der Reformation im mitteldeutschen Raum wurde 1808 die Stiftung Kloster Unser Lieben Frauen gegründet. Im Zuge der Säkularisierung des Klosters in den Jahren 1832 bis 1834 wurde das Pädagogium zur staatlichen Schule. Zweck der Stiftung war insbesondere die Förderung des höheren Schulwesens in der Provinz Sachsen.Die Stiftung verfügte über ein beachtliches Vermögen, das im Wesentlichen aus städtischen Grundstücken in Magdeburg, u.a. die Grundstücke der Klosteranlage sowie landwirtschaftlichem und forstwirtschaftlichem Grundbesitz in Barleben, Niederndodeleben, Pechau und Randau, einschließlich der Kreuzhorst, von insgesamt ca. 860 ha, davon ca. 330 ha Wald, besteht. Klostergüter gehörten nicht zum Vermögensbestand.
Im Jahr 1938 verfügte das Preußische Staatsministerium, dass die Verwaltung der Stiftung Kloster Unser Lieben Frauen von dem Präsidenten der Klosterkammer in Hannover übernommen wird. Zur Erledigung der örtlichen Verwaltungs- und Kassengeschäfte wurde in Magdeburg ein Rentamt und ein Forstamt eingerichtet. Ab 1945 wurden die Wahrnehmung der Aufgaben und die unmittelbare Einflussnahme durch das Rent- und Forstamt unmöglich, die dann ca. 1952 in Magdeburg geschlossen worden sind. Durch Beschluss des Rates des Bezirkes Magdeburg wurde die Stiftung im Jahr 1958 "aufgelöst" und das Vermögen in Volkseigentum überführt.
Seit 1990 hat die Klosterkammer Hannover wieder ein Rentamt in Magdeburg eingerichtet.
Am 14. November 1994 wurde die Stiftung Kloster Unser Lieben Frauen als fortbestehende öffentlich-rechtliche Stiftung vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt unter der
lfd. Nr. MK 76030.4-1/94 in das Stiftungsverzeichnis aufgenommen.
Nach einem Beschluss der Landesregierung Sachsen-Anhalt zu den Stiftungen Kloster Unser Lieben Frauen und Kloster Bergesche Stiftung vom 21. Oktober 1997 (MBl. LSA Nr. 50/1997 vom 13.11.1997) besteht diese Stiftung als rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts im Sinne des Stiftungsgesetzes weiter.
Mit Wirkung vom 01.01.2001 befand sich die Stiftung Kloster Unser Lieben Frauen in treuhänderischer Verwaltung bei der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.
Die Stiftung wurde zunächst durch einen kommissarischen Vorstand vertreten, in Person
Herr Boje E. Hans Schmuhl, den das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt als zuständige Stiftungsaufsichtsbehörde ab 01.01.2001 bestellt hatte. Seit dem 23.04.2010 war Herr Boje E. Hans Schmuhl, bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand, Vorstand der Stiftung Kloster Unser Lieben Frauen.
Mit Wirkung zum 19.03.2015 wurde der Generaldirektor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Dr. Christian Philipsen, zum Vorstand der Stiftung Kloster Unser Lieben Frauen bestellt.

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